Zu ihrer zweiten Hubertusmesse in unmittelbarer Nähe zum diesjährigen Hubertustag waren heute die Parforcehornbläser Warendorf in der Kapelle des St. Josef-Stift in Sendenhorst zu Gast. Die Messe wurde in Wort und Bild in die Abteilungen des Stiftes (Krankenhaus und Rehabilitationszentrum) und das angeschlossene St. Elisabeth-Stift (Pflege- und Betreuungsnetzwerk) übertragen.

Über eine besondere musikalische Untermalung durften sich die Besucher am Sonntag in der St.-Bonifatius-Kirche in Freckenhorst freuen. Anlässlich des Hubertustags spielte das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar die Hubertusmesse. Die mehr als 30 Musikanten aller Altersschichten füllten unter der Leitung von Markus Schräder den Raum mit Klang.

Die Hubertusmesse ist traditionell sehr bedeutend für Jäger und ehrt den um das Jahr 655 nach Christus geborenen Heiligen Hubertus. Er war Bischof von Maastricht, später von Lüttich und wurde 744 (17 Jahre nach seinem Tod) heiliggesprochen. Dem einst gewissenlosen Jäger war laut der Legende Gott in Gestalt eines stattlichen Hirschen mit einem strahlenden Kreuz im Geweih erschienen, sodass Hubertus sich daraufhin einer christlichen Lebensweise zugewandte und viel Gutes tat. Den Jägern dient die Legende als Mahnung, respektvoll mit dem Wild umzugehen, die Verantwortung für dieses zu tragen und Tiere als Schöpfung Gottes anzuerkennen. Dies ist auch heute noch unter dem Begriff Waidgerechtigkeit die wichtigste Leitlinie und fest im Jagdgesetz verankert. Landesweit wird außerdem der 3. November als Hubertustag in verschiedenen Messen gefeiert.

Die Messe in der Stiftskirche fand viel Zuspruch und war sehr gut besucht. Besonders viele Familien waren gekommen.

Nicht nur der Hubertustag hat eine lange Tradition, sondern auch die musikalische Begleitung durch das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar.

aus: „Die Glocke“ vom 6. November 2017

Nach dem großen Benefizkonzert im Frühjahr waren die Jagdhornbläser zum Hubertustag erneut in der Freckenhorster Stiftskirche zu hören. Sie übernahmen unter der musikalischen Leitung von Markus Schräder zu Ehren des heiligen Hubertus die musikalische Gestaltung der heiligen Messe um 10.30 Uhr.

Nach einer thematischen Einführung durch Pfarrer em. Helmut Hortmann, der die Messe zelebrierte, ging Dechant Manfred Krampe in seiner Predigt zunächst auf die Hubertuslegende ein und spannte dann einen großen Bogen über die Herausforderungen der christlichen Kirchen in diesern Zeit wie Kirchenbesuch und das Läuten der Glocken zu den Gottesdiensten bis hin zu den zuvor gehörten Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament.

Die Bläserinnen und Bläser hatten in diesem ein paar neue Choräle, bei denen die Gemeinde mitsingen konnten, einstudiert. Zudem erklangen unter anderem das „Waldtreiben“ von Reinhold Stief und abschließend ein „Air“ von Georg Friedrich Händel, das speziell für die Besetzung des Jagdhornbläserkorps‘ bearbeitet wurde.

Nach einem Hinweis von Pfarrer Hortmann blieben die Gottesdienstbesucher noch nach dem Schlusslied und dankten den Bläsern mit mehrfach lang anhaltendem Applaus, so dass abschließend noch eine Zugabe erklang.

Bei sonnigem Herbstwetter begleiteten die Jagdhornbläser auch die diesjährige Fuchsjagd des Reit- und Fahrvereins Warendorf e.V.

Die Parforcehornbläser waren am heutigen Sonntag auf Einladung des Hegerings Sassenberg unterwegs. Sie übernahmen in der Sassenberger Pfarrkirche die musikalische Gestaltung der heiligen Messe, die von Pastor Norbert Ketteler zelebriert wurde.

Die musikalische Begleitung der heiligen Messe – Auftakt des diesjährigen Erntedankfestes in Vohren – übernahmen die Jagdhornbläser.

Am vergangenen Samstag starteten die Parforcehornbläser Warendorf zu einer mehrtägigen Tour in Richtung Norden. Als Ziel hatten sie sich die alte Hansestadt Lübeck in Schleswig-Holstein ausgesucht.

Nach einem kurzen Abstecher zum Hotel erkundeten die Bläserinnen und Bläser zunächst in Eigenregie die Lübecker Altstadt. Obgleich sich das Wetter alles andere als einladend präsentierte (Dauerregen – mal mehr, mal weniger ergiebig), waren die Sehenswürdigkeiten in der rund ein mal zwei Kilometer großen Innenstadt mit dem Holstentor, der Marienkirche, dem Rathaus usw. gut besucht. Nähere Informationen  von den Ursprüngen bis zur gegenwärtigen Entwicklung Lübecks erhielten die Bläserinnen und Bläser bei einer anschließenden Stadtführung, die sehr kompetent auch in weniger bekannte Bereiche der Altstadt führte.

Für den folgenden Tag stand zunächst eine Fahrt mit dem Schiff auf der Trave an. Das Wetter machte dem „Sonn“-Tag alle Ehre: Sonnenschein, 20 Grad und eine leichte Brise! Nach knapp zweistündiger Fahrt vorbei an verschiedensten Industrie- und Hafenanlagen und großflächigen Naturschutzgebieten erreichte die Gruppe schließlich Travemünde. Von dort ging es auf dem Landweg zunächst über die Uferpromenade, dann über kleinere Wanderwege und kurze Strandabschnitte jeweils mit Sicht über die Lübecker Bucht nach Niendorf. Nach kurzem Aufenthalt fuhren die Bläserinnen und Bläser mit den Bus zurück nach Travemünde, wo ein Besuch im Café „Über den Wolken“ auf dem Programm stand. Das Café liegt in 115 Metern Höhe und eröffnet so ein grandioses Panorama über Teile der Ostsee bis hin zur Silhouette von Lübeck.

Am dritten und letzten Tag der Tour ging es noch einmal in die Lübecker Innenstadt. Nach einem herrlichen Blick vom Turm von St. Petri auf Lübeck bestand die Möglichkeit, weitere Sehenswürdigkeiten wie das Buddenbrook-Haus, die Jacobikirche oder kulinarische Einrichtungen in der Innenstadt zu besuchen, bevor die Heimreise angetreten wurde.

Bei regnerischem Wetter übernahmen einige Bläserinnen und Bläser des Jagdhornbläserkorps‘ das Strecke verblasen zum diesjährigen Krähentag vor dem Schloss in Freckenhorst.

Im Hochsommer 1997 startete das Jagdhornbläserkorps Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar mit einigen Betreuern in Richtung Pfalz. Ziel war seinerzeit, mit der Weinkerwe eines der großen Weinfeste in Deidesheim musikalisch zu begleiten. Rund zwanzig Jahren später ging es nun noch einmal für die Jagdhornbläser nach Deidesheim an die deutsche Weinstraße.

Am vergangenen Freitag machten sich dann 25 Bläser mit einigen Begleitern auf den Weg. Nach rund fünfstündiger Fahrt und einem rustikalen Frühstück in der Nähe von Siegen stand zunächst ein Besuch im Weingut von Winning auf dem Programm. Das Weingut entstand 1849 im Rahmen der Jordanschen-Teilung und gehörte unter Dr. Deinhard, wie das Weingut bis vor wenigen Jahren hieß, zu den Gründungsmitgliedern des Verbands Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter. Die Bläser besichtigten den historischen Weinkeller und konnten sich während einer sechsteiligen Weinprobe von der nach wie vor hohen Qualität der Weine von Winnings überzeugen. Am Abend erkundeten die Bläser unter anderem in einer kleinen Gaststätte, der „Saumagen-Metropole“, die kulinarischen und vinophilen Möglichkeiten in Deidesheim.

Für den zweiten Tag hatten die Organisatoren Klaus Wiese und Markus Schräder eine Fahrt in das rund 25 Kilometer südlich von Deidesheim gelegene Hainfeld geplant. Zunächst wanderten die Bläser durch die Weinberger der Südpfalz.

Nach einer Vesper mit Pfälzer Spezialitäten im Weingut Scherr verkosteten die Bläser einige Weine aus dem Portfolio des Weinguts.

Natürlich durfte eine musikalische Einlage auf dem Deidesheimer Marktplatz nicht fehlen. Die Stadt Deidesheim hatte die Jagdhornbläser im Amtsblatt und in der örtlichen Presse angekündigt, so dass sich der Marktplatz gut gefüllt hatte. Die Bläser präsentierten mit Jagdsignalen und konzertanten jagdlichen Stücken einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Repertoire. Die Gäste auf dem Marktplatz ließen die Bläser erst nach einer Zugabe wieder gehen.

Auf der Rückfahrt machten die Bläser noch einen kleinen Abstecher ins nahe gelegene Speyer. Die Stadt ist für ihre nahezu eintausend Jahre alte Domkirche bekannt, die seit vielen Jahren als Weltkulturerbe der UNESCO geführt wird. Nach einem Rundgang durch den Dom ließen die Bläser ihre Hörner erklingen und bekamen so einen Eindruck von der beeindruckenden Akustik der Basilika.

Am heutigen Sonntag fand auf Gut Brückhausen der diesjährige Kreiswettbewerb im Jagdhornblasen statt. Der geschichtsträchtige Herrensitz in der Nähe von Alverskirchen bot den 206 Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläsern in den 16 teilnehmenden Bläsergruppen eine prächtige Kulisse. Mit dabei waren auch – wie immer sehr erfolgreich – das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar und die Parforcehornbläser Warendorf.

Den fortgeschrittenen Bläserinnen und Bläser unterstützt von einigen erfahrenen Bläsern hatten mit den Signalen „Begrüßung“, „Sammeln der Jäger“, „Hirsch tot“, „Hase tot“ und der „Aufmunterung zum Treiben“ eine von drei möglichen Signalgruppe zugelost bekommen. Nach dem Urteil der fünf Wertungsrichter, allesamt langjährige und erfahrene Jagdhornbläser, die als Wertungsrichter auch auf Landes- und Bundesebene aktiv sind, erreichten sie schließlich mit 853 Punkten den zweiten Platz und wurden damit Vizemeister.

Daneben starteten auch die Ventil- und Parforcehornbläser des Jagdhornbläserkorps in den Wettbewerb. Die Signale sind gegenüber der Wertungsklasse B ungleich schwieriger und erklingen in bis zu sechs verschiedenen Stimmen. Die Bläserinnen und Bläser hatten unter der Leitung von Markus Schräder die Signale „Begrüßung“, „Wisent tot“, „Damhirsch tot“, „Fuchs tot“ und den „Hunderuf“ vorzutragen. Dabei wurden neben dem Gesamteindruck insbesondere die Tonreinheit und der notengerechter Vortrag bewertet. Die Bläserinnen und Bläser erreichten mit 933 von 975 Punkten wie in den Vorjahren den ersten Platz und führen damit zum vierten Mal in Folge den Titel des Kreismeisters.

Anders als in allen anderen Wertungsklassen werden in der Wertungsklasse Es, in der ausschließlich Parforcehörner zu hören sind, keine klassischen Jagdsignale sondern konzertante Stücke vorgetragen. Die Parforcehornbläser Warendorf, die zu Beginn des Wettbewerbs schon die heilige Messe musikalisch als Hubertusmesse gestalteten hatten, gingen „Le Cloches de Dampierre“, die „Jagdfanfare für die Graf Cerni’schen Parforcejagden im Gestütthol“ und „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ in den Wettbwerb. Mit 554 von maximal möglichen 585 Punkten wurden auch sie schließlich Vizemeister.

Sowohl das Jagdhornbläserkorps als auch die Parforcehornbläser haben sich damit für den Landeswettbewerb im nächsten Jahr qualifiziert.