Im Hochsommer 1997 startete das Jagdhornbläserkorps Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar mit einigen Betreuern in Richtung Pfalz. Ziel war seinerzeit, mit der Weinkerwe eines der großen Weinfeste in Deidesheim musikalisch zu begleiten. Rund zwanzig Jahren später ging es nun noch einmal für die Jagdhornbläser nach Deidesheim an die deutsche Weinstraße.

Am vergangenen Freitag machten sich dann 25 Bläser mit einigen Begleitern auf den Weg. Nach rund fünfstündiger Fahrt und einem rustikalen Frühstück in der Nähe von Siegen stand zunächst ein Besuch im Weingut von Winning auf dem Programm. Das Weingut entstand 1849 im Rahmen der Jordanschen-Teilung und gehörte unter Dr. Deinhard, wie das Weingut bis vor wenigen Jahren hieß, zu den Gründungsmitgliedern des Verbands Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter. Die Bläser besichtigten den historischen Weinkeller und konnten sich während einer sechsteiligen Weinprobe von der nach wie vor hohen Qualität der Weine von Winnings überzeugen. Am Abend erkundeten die Bläser unter anderem in einer kleinen Gaststätte, der „Saumagen-Metropole“, die kulinarischen und vinophilen Möglichkeiten in Deidesheim.

Für den zweiten Tag hatten die Organisatoren Klaus Wiese und Markus Schräder eine Fahrt in das rund 25 Kilometer südlich von Deidesheim gelegene Hainfeld geplant. Zunächst wanderten die Bläser durch die Weinberger der Südpfalz.

Nach einer Vesper mit Pfälzer Spezialitäten im Weingut Scherr verkosteten die Bläser einige Weine aus dem Portfolio des Weinguts.

Natürlich durfte eine musikalische Einlage auf dem Deidesheimer Marktplatz nicht fehlen. Die Stadt Deidesheim hatte die Jagdhornbläser im Amtsblatt und in der örtlichen Presse angekündigt, so dass sich der Marktplatz gut gefüllt hatte. Die Bläser präsentierten mit Jagdsignalen und konzertanten jagdlichen Stücken einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Repertoire. Die Gäste auf dem Marktplatz ließen die Bläser erst nach einer Zugabe wieder gehen.

Auf der Rückfahrt machten die Bläser noch einen kleinen Abstecher ins nahe gelegene Speyer. Die Stadt ist für ihre nahezu eintausend Jahre alte Domkirche bekannt, die seit vielen Jahren als Weltkulturerbe der UNESCO geführt wird. Nach einem Rundgang durch den Dom ließen die Bläser ihre Hörner erklingen und bekamen so einen Eindruck von der beeindruckenden Akustik der Basilika.

Am heutigen Sonntag fand auf Gut Brückhausen der diesjährige Kreiswettbewerb im Jagdhornblasen statt. Der geschichtsträchtige Herrensitz in der Nähe von Alverskirchen bot den 206 Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläsern in den 16 teilnehmenden Bläsergruppen eine prächtige Kulisse. Mit dabei waren auch – wie immer sehr erfolgreich – das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar und die Parforcehornbläser Warendorf.

Den fortgeschrittenen Bläserinnen und Bläser unterstützt von einigen erfahrenen Bläsern hatten mit den Signalen „Begrüßung“, „Sammeln der Jäger“, „Hirsch tot“, „Hase tot“ und der „Aufmunterung zum Treiben“ eine von drei möglichen Signalgruppe zugelost bekommen. Nach dem Urteil der fünf Wertungsrichter, allesamt langjährige und erfahrene Jagdhornbläser, die als Wertungsrichter auch auf Landes- und Bundesebene aktiv sind, erreichten sie schließlich mit 853 Punkten den zweiten Platz und wurden damit Vizemeister.

Daneben starteten auch die Ventil- und Parforcehornbläser des Jagdhornbläserkorps in den Wettbewerb. Die Signale sind gegenüber der Wertungsklasse B ungleich schwieriger und erklingen in bis zu sechs verschiedenen Stimmen. Die Bläserinnen und Bläser hatten unter der Leitung von Markus Schräder die Signale „Begrüßung“, „Wisent tot“, „Damhirsch tot“, „Fuchs tot“ und den „Hunderuf“ vorzutragen. Dabei wurden neben dem Gesamteindruck insbesondere die Tonreinheit und der notengerechter Vortrag bewertet. Die Bläserinnen und Bläser erreichten mit 933 von 975 Punkten wie in den Vorjahren den ersten Platz und führen damit zum vierten Mal in Folge den Titel des Kreismeisters.

Anders als in allen anderen Wertungsklassen werden in der Wertungsklasse Es, in der ausschließlich Parforcehörner zu hören sind, keine klassischen Jagdsignale sondern konzertante Stücke vorgetragen. Die Parforcehornbläser Warendorf, die zu Beginn des Wettbewerbs schon die heilige Messe musikalisch als Hubertusmesse gestalteten hatten, gingen „Le Cloches de Dampierre“, die „Jagdfanfare für die Graf Cerni’schen Parforcejagden im Gestütthol“ und „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ in den Wettbwerb. Mit 554 von maximal möglichen 585 Punkten wurden auch sie schließlich Vizemeister.

Sowohl das Jagdhornbläserkorps als auch die Parforcehornbläser haben sich damit für den Landeswettbewerb im nächsten Jahr qualifiziert.

Nicht viele Menschen haben eine Vorstellung von einem Parforcehorn. Das wesentlich kleinere Jagdhorn ist dagegen schon allgemein bekannter. Beide Blasinstrumente jeweils in einem Musikkorps vereint kann man aber auch nicht alle Tage hören. Dabei gibt es in Warendorf sowohl ein Jagdhornbläserkorps als auch eine Vereinigung der Parforcehornbläser. Dass von dieser Formation eine große Faszination ausgeht, bewies die große Zuhörerschar, die es am Sonntagabend in die Freckenhorster Stiftskirche gezogen hatte. Sie war bis auf den letzten Platz besetzt.

Die Zuhörer kamen auf ihre Kosten und genossen eine anspruchsvolle Bläsermusik, die den Instrumentalisten hohe Kunst und auch Kraft abverlangte. Um nämlich einen sauberen Ton zu erzeugen, ist der Bläser auf seinen Ansatz und die von ihm wohl dosiert eingesetzte Luft angewiesen. Klappen und Ventile stehen ihm dabei nicht zur Verfügung wie bei anderen Blasinstrumenten. An einigen Instrumente wurde dies exemplarisch demonstriert. Dabei erhielt das jüngste Mitglied der Jagdhornbläser Applaus für seien gekonnt vorgetragenen Beitrag.

Vor allem Musik zur Jagd, aber auch verschiedene Fanfaren, Märsche und Hymnen standen im Vordergrund des abwechslungsreichen Programms, durch das der Leiter der Bläsergruppen, Markus Schräder, führte. Höhepunkte waren der berühmte Jägerchor aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber, quasi eine Huldigung an die Jagd und den Wald, bravourös vorgetragen von den Parforcehornbläsern – sowie vor allem die großartige „Highland Cathedral“, eine Komposition der beiden Deutschen Ulrich Roever und Michael Korb von 1982, ein hinreißendes Werk, das schon als schottische Nationalhymne vorgeschlagen wurde, besonders schön interpretiert vom Jagdhornbläserkorps.

Ein Glanzstück der ganz besonderen Art bot das Jagdhornbläserkorps mit dem „Prince of Denmark March“, der lange dem großen englischen Barockkomponisten Henry Purcell als „Trumpet Voluntary“ zugeschrieben wurde und auch für Chöre gesetzt wurde („Lobt und preist den König, lobt den Herrn der Welt“); inzwischen ist die Mehrheit der Musikwissenschaftler jedoch der Meinung, dass Jeremiah Clarke (1699) der Urheber dieser Musik ist. Abschließend sang die Gemeinde „Lob den Herren“, begleitet von den beiden Bläsergruppen.

Der Dank und die Anerkennung des Orgelbauvereins für das Engagement der Bläser kam von Herzen. Bleibt von Seiten der Organisatoren und Musiker zu hoffen, dass sich die Begeisterung des Publikums für das außergewöhnliche, ansprechende Konzert auch am Ausgang in dem Spendenaufkommen für die Orgelrenovierung niederschlug.

Bericht aus: „Westfälische Nachrichten“, Ausgabe vom 21.02.2017

Fotos: Jagdhornbläserkorps

Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Jagd- und Parforcehörnern und Orgeln, für deren Sanierung die Musiker des Jagdhornbläserkorps des Hegerings Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar und der Parforcehornbläser Warendorf am Sonntag unter der Leitung von Markus Schräder ein Benefizkonzert in der Stiftskirche spielten?

Auf den ersten Blick sicher nicht: Die eher handlichen Hörner unterscheiden sich deutlich von der großen Orgel. Und dennoch werden Orgelpfeifen ebenso „angeblasen“ wie die Hörner, verriet Markus Schräder dem Publikum beim Benefizkonzert in der gut besuchten Stiftskirche.

„Hörer für Pfeifen“ hatten die Musiker des Jagdhornbläserkorps und der Parforcehornbläser ihr Benefizkonzert mit einem leichten Schmunzeln überschrieben – ein Titel, der natürlich Bezug nahm auf die zu sanierende Orgelpfeifen und nicht etwa auf die Konzertbesucher in der Stiftskirche. „Es ist schön, dass Sie sich für unsere Orgelsanierung einsetzen“, dankte Pfarrer Manfred Krampe den Blasmusikern für ihren Einsatz. „Hoffentlich werden wir die Orgel schon bald wieder klingen hören können.“ Einen Beitrag dazu haben die Besucher des Benefizkonzerts am Sonntag geleistet, die am Ende um einen Spende gebeten worden waren. Auf ein festes Eintrittsgeld hatten die Musiker verzichtet.

Für ihr Konzert in der Stiftskirche hatten Jagdhornbläser- und Parforcehornspieler ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das in fünf Blöcken den Bogen spannte von Melodien wie dem „Westfälischen Jägergruß“ bis hin zum „Jägerchor“ aus Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“, vom „Prince of Denmark’s March“ aus der Feder des englischen Barockkomponisten Jeremiah Clarke bis hin zur Melodie „Highland Cathedral“.

Aber auch Stücke wie die Echofanfare von Reinhold Stief, die ihren Platz auch in der Hubertusmesse finden kann, die Theresienfanfare für die Graf Czernin’schen Parforcejagden und der „Marsch der Jäger“ fanden einen Platz im Programm, an dessen Ende auch das Publikum gefordert war. Zusammen mit den Jagdhorn- und Parforcehornspielern sangen die Konzertbesucher das Kirchenlied „Lobe den Herren“.

 

Bericht aus: „Die Glocke“, Ausgabe vom 21.02.2017

Fotos: Jagdhornbläserkorps

Am 19. Februar 2017 laden die Parforcehornbläser Warendorf zusammen mit dem Jagdhornbläserkorps des Hegerings Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar zu einem Benefizkonzert in die Freckenhorster Stiftskirche. Das Konzert „Hörner für Pfeifen“ zugunsten der neuen Orgel beginnt um 17.00 Uhr.

„Mit den Parforcehornbläsern hat sich seit einigen Jahren neben dem Jagdhornbläserkorps ein weiteres jagdmusikalisches Ensemble etabliert. “ berichtet Markus Schräder, seit nunmehr zehn Jahren Leiter der Parforcehornbläser Warendorf. Die mittlerweile 15 Mitglieder kommen aus Ostenfelde, Sassenberg, Freckenhorst, Everswinkel, Ennigerloh, Drensteinfurt, Hoetmar und Warendorf zusammen und viele von ihnen sind regelmäßig auch in anderen Bläsergruppen aktiv.

Parforcehörner wurden ursprünglich als Signalhörner zur Kommunikation bei Jagden hoch zu Pferde eingesetzt. Mit dem im Vergleich zu den kleineren Fürst-Pless-Hörnern wesentlich größeren Tonumfang erklingen sie heute vorwiegend in konzertanten mehrstimmigen Stücken.

Das Repertoire der Parforcehornbläser Warendorf umfasst eine Reihe verschiedener jagdlicher Fanfaren über konzertante Märsche und Lieder bis hin zur klassischen Hubertusmesse, die alljährlich zum Hubertustag Anfang November zu hören ist. Die Musiker nehmen zudem regelmäßig an Wettbewerben auf Kreis-, Landes- und Bundesebene teil. Vom Landeswettbewerb im vergangenen Jahr im Siegen kehrten die Parforcehornbläser als Vizemeister zurück.

Von Zeit zu Zeit lassen die Bläser ihre Hörner auch bei Konzerten erklingen. Nach Warendorf im Jahr 2013 und Hoetmar einige Jahre zuvor sind die Parforcehornbläser Warendorf nun beim Benefizkonzert in der Freckenhorster Stiftskirche mit einem Querschnitt aus ihrem Repertoire dabei. Der Eintritt ist frei. Am Ende des Konzerts wird um eine Spende für die Renovierung der Orgel in der Stiftskirche gebeten.

Am 19. Februar 2017 lassen Jagdhornbläserkorps Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar und Parforcehornbläser Warendorf im Benefizkonzert „Hörner für Pfeifen“ ihre Hörner zugunsten der Renovierung der Orgel in der Freckenhorster Stiftskirche erklingen. Das Konzert beginnt um 17.00 Uhr.

Mit derzeit mehr als 70 Mitgliedern ist das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar eines der größten Korps in der Region. „Die Nachwuchsarbeit ist ein entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Bläserkorps und die wird seit vielen Jahren bei uns groß geschrieben“ erläutert Michael Mense, Vorsitzender der Jagdhornbläser. In der Anfängergruppe werden zunächst einfache Jagdsignale wie „Aufbruch zur Jagd“ und „Hase tot“ erlernt, die für eine Treibjagd im Münsterland benötigt werden. Nach erfolgreicher Bläserprüfung kommen dann mehrstimmige, schwierigere und längere Jagdsignale wie „Fasan tot“ oder die „Begrüßung“ hinzu.

Daneben stehen für die Bläserinnen und Bläser regelmäßig auch jagdliche Fanfaren und Märsche bis hin zu konzertanten Stücken mit Ventil- und Parforcehörnern auf dem Programm. Das erfordert natürlich eine Menge Übung. Damit die Bläser hier immer am Ball bleiben, treffen sie sich jeden Montag zu Proben im Pilgertreff in Buddenbaum.

Das fleißige Üben hat sich für das Jagdhornbläserkorps in der Vergangenheit schon mehrfach bezahlt gemacht. So nehmen Sie alljährlich an verschiedensten Wettbewerben auf Kreis-, Landes- und Bundesebene teil und das regelmäßig sehr erfolgreich. Sie erreichten vielfach den Titel des Kreismeisters, mehrfach den des Vizemeisters auf Landesebene und einmal den des Landesmeisters. Auf Bundesebenen sind die Bläser aus Warendorf und Umgebung regelmäßig unter den Top Ten dabei.

Aber nicht nur bei Wettbewerben sind die Bläserinnen und Bläser zu hören. Neben vielen weiteren, über das Jahr verteilten Auftritten veranstaltet das Jagdhornbläserkorps von Zeit zu Zeit auch Konzerte mit anderen Gruppen. Am Sonntag, den 19. Februar 2017, stehen das Jagdhornbläserkorps Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar und die Parforcehornbläser Warendorf im Mittelpunkt des Benefizkonzerts „Hörner für Pfeifen“ in der Freckenhorster Stiftskirche. Dieses Konzert ordnet sich in eine Reihe weiterer Konzerte ein, die verschiedene musiktreibende Vereine aus Freckenhorst in der Vergangenheit für die Renovierung der Orgel in St. Bonifatius veranstaltet haben.

„Die erste Idee zu diesem Konzert entstand vor mehr als einem Jahr am Rande eines Auftritts in Freckenhorst.“ erinnert sich Markus Schräder, musikalischer Leiter des Jagdhornbläserkorps‘ und gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender. Die Zusage war seitens der Bläser schnell gegeben und so begannen erste Überlegungen für ein Programm. „Die Herausforderung liegt darin, einerseits alle Bläser je nach Leistungsstand mitzunehmen und andererseits die Bandbreite der musikalischen Möglichkeiten des Jagdhornbläserkorps in dem Konzert zu präsentieren“, gibt Schräder zu bedenken. Inwieweit das gelungen ist, davon können sich die hoffentlich zahlreichen Konzertbesucher ab 17.00 h in Freckenhorst überzeugen. Der Eintritt ist frei. Am Ende des Konzerts wird um eine Spende für die neue Orgel in der Stiftskirche gebeten.

Für sieben Jagdhornbläser aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf stand heute die Bläserprüfung an. Neben Prüflingen aus Mastholte und Ahlen waren auch drei Bläser des Jagdhornbläserkorps‘ Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar dabei.blaeserpruefung1_2016Kreisobmann für das jagdliche Brauchtum der Kreisjägerschaft Warendorf, Günther Lunemann, begrüßte alle Teilnehmer und Gäste in der Gaststätte „Alter Westfale“ insbesondere die Prüfkommission, die in diesem Jahr neben ihm aus Reinhard Elsbecker (Kreisobmann für das jagdliche Brauchtum, Kreisjägerschaft Coesfeld) und Thomas Dreimann (stellvertretender Kreisobmann für das jagdliche Brauchtum, Kreisjägerschaft Warendorf) bestand. Alle Bläser hatten sich auf Signale vorbereitet, die bei einer tradtionellen Treibjagd im Münsterland regelmäßig geblasen werden. Dazu gehören neben Jagdleitsignalen wie „Das Ganze – Anblasen des Treibens“ oder die „Aufmunterung zum Treiben“ auch Totsignale wie „Kaninchen tot“ oder „Sau tot“, wobei das Signal „Fuchs tot“ von jedem Prüfling vorzutragen war.

blaeserpruefung2_2016Sechs der sieben Bläser erlangten schließlich das Bläserhutabzeichen des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen. Mit Lena und Gero Stauvermann sowie Dirk Große Winkelsett (v. l.) waren auch die drei Mitglieder des Jagdhornbläserkorps‘ erfolgreich.

Herzlichen Glückwunsch!

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wurde am heutigen Sonntag-Morgen eine Hubertusmesse vor Schloß Harkotten gefeiert. Den musikalischen Part übernahmen die Parforcehornbläser Warendorf. schloss_harkottenTrotz der niedrigen Temperaturen hatte sich eine große Zahl Gottesdienstbesucher eingefunden. In seiner Predigt spannte Dr. Carl Möller aus Vinnenberg einen Bogen über beeindruckende Zusammenkünfte von Mensch und Tier – von einer Wildfütterung in den winterlichen Tiroler Bergen über die Legende des heiligen Hubertus bis hin zur Tradition des Strecke Verblasen, als Ritual der Wertschätzung der Jagd und des erlegten Wildes. Musikalisch erklangen die Stücke aus der klassischen Hubertusmesse und einige Choräle, bei denen die Gemeinde kräftig mitsang.

Kaltes, sonniges Winterwetter und herbstliche Wälder bildeten die Kulisse der diesjährigen Fuchsjagd des Reit- und Fahrvereins Warendorf e.V. Und die Jagdhornbläser bildeten erneut den musikalischen Rahmen.

Das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Warendorf-Freckenhorst-Hoetmar hat am heutigen Sonntag die Tradition der Hubertusmessen fortgeführt. Jäger, Freunde jagdlicher Musik und viele weitere Gemeindemitglieder waren dem Ruf in die Lambertuskirche nach Hoetmar gefolgt.

Die Hubertusmesse wird zur Ehre Gottes und zur Erinnerung an Hubertus von Lüttich, den Schutzpatron der Jäger, gefeiert. Hubertus von Lüttich (655 bis 727), Pfalzgraf und späterer Bischof von Maastricht und Lüttich lebte in Paris und Metz, wo er als ausschweifender und zügelloser Jäger bekannt war.

Der Legende nach erschien ihm während einer Jagd ein stattlicher Hirsch mit einem Kreuz zwischen dem Geweih. Daraufhin änderte Hubertus sein Verhalten und betrieb fortan eine waidgerechte Jagd in Achtung vor den Geschöpfen. Seit dem achten Jahrhundert wird am 3. November der Namenstag des heiligen Hubertus gefeiert. Die Hubertusmesse verbindet das Gedenken an den Heiligen Hubertus als Patron der Jäger mit dem Dank an Gott als Schöpfer der Welt und der Natur.

Das Bläserinnen und -bläser unter der bewährten Leitung von Markus Schräder hatten in diesem Jahr mit dem „Nocturne“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und dem jagdlichen Marsch aus der Steiermark jagdlich-musikalische Musik und einige Choräle, mit denen sie den Gemeindegesang begleiteten, vorbereitet. Die Besucher der Messe, die von Pfarrer em. Helmut Hortmann zelebriert wurde, dankten den Bläsern für ihren Einsatz mehrfach mit lang anhaltendem Applaus.